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Buchbranche
sieht iPad als Chance

Die Verlage rechnen mit neuen Einnahmequellen im digitalen Markt.


Goldgräberstimmung in den USA. Von Apples 15,63 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftete der US-Konzern allein 5,58 Milliarden Dollar mit dem iPhone. Kann das neue Apple iPad diesen Erfolg wiederholen? Laut Handelsblatt hält die Analystin Katy Huberty vier Millionen verkaufter iPads im laufenden Jahr für möglich.

Nach Ansicht der deutschen Buchbranche wird die Markteinführung zumindest das digitale Buch (eBook) beflügeln.  „Wir freuen uns, dass mit dem iPad von Apple nun ein weiteres Gerät auf dem Markt ist, welches das mobile Lesen von eBooks attraktiv macht”, erklärte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt. „Auch eine digitale Bibliothek muss für den Nutzer dauerhaft und geräteunabhängig zur Verfügung stehen”, betonte Ronald Schild in seiner Stellungsnahme für den Börsenverein. Damit bewerten die deutschen Fachleute positiv, dass sich Apple für das offene eBook-Standardformat EPUB entschieden hat.

Apple hat unterdessen bereits mit fünf Verlagsriesen Verträge geschlossen. Der Vorteil des iPad liegt aus Verlegersicht darin, dass sich auf dem 9,7-Zoll-Display auch Zeitungen darstellen lassen. So sind eine iPad-optimierte Ausgabe der „New York Times” und der Zeitschriften „Time” und „National Geographic” in Arbeit. Ein wichtiges Kriterium stellt das eReader-App „iBooks” und die damit eingebauten Vertriebsmöglichkeiten für Verlage dar.

Da wollen deutsche Branchenführer nicht beiseite stehen. „Spiegel”-Cefredakteur Mathias Müller von Blumencron: „Wir sehen, dass der iPad neue und interessante Möglichkeiten eröffnet und bereiten uns seit geraumer Zeit darauf vor.” (art/ms)

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