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Die Chemie des Blau –
vom Umgang mit Farbe

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tango und Farbräume am Beispiel Goethes.

Für Goethe und seine Farbenlehre waren Gelb und Blau die Grundfarben. Johann Wolfgang von Goethe: „So wie Gelb immer ein Licht mit sich führt, so kann man sagen, dass Blau immer etwas Dunkles mit sich führt” Rot, in seiner Steigerung Purpur, bildete für den Genius aus Weimar die Königin der Farben.

Nahm Goethe damit im 18. Jahrhundert den Farbraum-RGB vorweg? Wenn wir im 21. Jahrhundert publizieren, unterscheiden wir grob in die Farbräume RGB (Rot-Grün-Blau) fürs Web und CMYK (Cyan-Magenta-Yellow und K für Black/Schwarz) den Druckfarbraum für Print. Schlechte Druck- oder Bildschirmergebnisse zeigen sich häufig durch mangelndes Wissen um die Farbräume.

Goethe unterteilte übrigens in sympathische und unsympathische Farben. RGB-Bilder in Printprodukten wirken flau, es fehlt halt das Schwarz und wirkt damit wahrlich „unsympathisch”. Die Bilder müssen, um gute Ergebnisse zu erzielen, dem jeweiligen Farbraum in einem Bildbearbeitungsprogramm angepasst werden.

Das Video „Farbräume” zeigt, wie man im tango-Programm mit Farben umgeht und neue Farben anlegt. Goethe begründete eine der ersten modernen Farbenlehren und widmete dem Thema über tausend Seiten, Tabellen und Grafiken.

Ein Traum Goethes könnte heute in Erfüllung gehen – ein nie verblassendes, aus sich heraus leuchtendes Blau. Mitten im US-Staat Oregon wurde es 2009 durch Zufall entdeckt. Bei 1200 Grad färbte sich in der Oregon State University Manganoxid in intensives Blau. Weder Hitze noch Säure konnten dem neuen Blau seinen Zauber nehmen. Die Anordnung der Mangan-Ionen bei extremer Hitze ermöglichen diesen Farbeffekt. Goethe hätte es wohl gefallen. (art/ms)

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